Kennt ihr das, wenn man sich denkt: „Ach, das mache ich mal eben schnell!“ und plötzlich sind drei Stunden vergangen? Willkommen bei meinem letzten Nähprojekt! 😂
Aber fangen wir mal von vorne an.
Nähen mit meiner Community ❤️
Nach längerer Zeit war ich endlich mal wieder auf TikTok live. Und was gibt es Schöneres, als die eigene Community bei einem kleinen DIY-Projekt mitzunehmen?
Mein Plan: Ich nähe zwei TaTüTas. Für alle, die mit dem Begriff nichts anfangen können: Das sind kleine Täschchen für Taschentücher. Praktisch, süß und eigentlich ein schönes kleines Nähprojekt.
Das Schnittmuster hatte ich bereits vorher ausgeschnitten. Die Anleitung dazu habe ich auf YouTube gefunden und mir vor ein paar Tagen sogar ganz fleißig von Hand abgeschrieben. Ich war also vorbereitet! Dachte ich zumindest. 😅
Im Live haben wir dann gemeinsam den Stoff ausgesucht, anschließend habe ich alles zugeschnitten und schon konnte es losgehen.
TaTüTa Nummer 1: Läuft doch! ✂️
Das erste TaTüTa lief tatsächlich richtig gut. Alles hat geklappt und ich war zufrieden mit dem Ergebnis.
Eine Kleinigkeit ist mir allerdings aufgefallen: Das Täschchen war ein kleines bisschen zu groß.
Kein Problem, dachte ich mir. Beim zweiten passe ich das Schnittmuster einfach entsprechend an. Gesagt, getan!
Tja … und dann ging der Spaß erst richtig los. 😂
Wenn die Nähmaschine plötzlich eigene Pläne hat
Auf einmal wollte der Faden einfach nicht mehr ordentlich im Stoff bleiben. Und wer schon einmal mit einer Nähmaschine gekämpft hat, weiß vermutlich, wie viel Freude das macht. Nicht.
Zum Glück hatte ich eine tolle Community im Live. Darunter war sogar eine liebe Hobbyschneiderin, die mir mit Tipps zur Seite stand. ❤️
Was danach folgte, war allerdings eher eine komplette Maschinenwartung als ein gemütliches Nähprojekt.
Ich habe meine Nähmaschine sauber gemacht, die Unterfadenspulenkapsel ausgebaut, den Faden mindestens fünfmal neu eingefädelt und sogar eine neue Spule für den Unterfaden aufgespult.
Die Fadenspannung? Bestimmt zehnmal verstellt.
Die Nadel? Zweimal gewechselt.
Ich glaube, ich habe in dieser Zeit wirklich alles ausprobiert, was mir eingefallen ist. Und trotzdem wollte es einfach nicht funktionieren.
Langsam fragte ich mich, ob ich eigentlich zwei kleine Taschentüchertaschen nähen wollte oder ob ich mich versehentlich für eine mehrstündige Ausbildung zur Nähmaschinenmechanikerin angemeldet hatte. 😂
Die Lösung? Zwei Stiche mit dem Handrad! 🤦♀️
Irgendwann habe ich mir die Anleitung meiner Nähmaschine noch einmal genauer durchgelesen.
Und dort stand tatsächlich, dass man den ersten Stich mit dem Handrad machen soll.
Also habe ich es ausprobiert und das Handrad bewegt. Ein Stich. Noch ein Stich.
Und plötzlich … funktionierte es!
Einfach so.
Nach der ganzen Aktion mit Reinigen, Einfädeln, Spulen, Nadeln und Fadenspannung waren offenbar zwei Stiche mit dem Handrad der entscheidende Schritt. Ich hätte gleichzeitig lachen und weinen können. 😂
Das zweite TaTüTa war anschließend innerhalb von ungefähr zehn bis 15 Minuten fertig.
Drei Stunden für zwei TaTüTas?! 😳
Als ich endlich fertig war, habe ich ganz schockiert auf die Uhr geschaut. Ich musste auch schon offline gehen, denn eine Stunde später sollte ich eigentlich kochen.
Also habe ich nach meinem TikTok-Live geschaut.
Und was soll ich sagen?
Ich war tatsächlich drei Stunden live. DREI STUNDEN!
In dieser Zeit habe ich Stoff zugeschnitten und zwei TaTüTas genäht. Zwei!
Dabei denkt man bei so einem kleinen Nähprojekt doch, dass man das mal eben schnell erledigt. Als ungeübte Näherin vielleicht in einer Stunde, mit etwas Übung sogar in 30 Minuten.
Tja, meine Nähmaschine und ich hatten an diesem Tag offenbar andere Pläne. 🤣
Was nehme ich daraus mit?
Auch wenn mich die Nähmaschine zwischenzeitlich wirklich Nerven gekostet hat, bin ich am Ende stolz auf mich.
Ich habe nicht aufgegeben, ich habe Hilfe angenommen und ich habe mein Projekt fertiggestellt. Und nebenbei hatte ich eine tolle Zeit mit meiner Community.
Genau das mag ich an DIY: Man lernt immer etwas dazu. Manchmal über das Nähen, manchmal über die eigene Geduld und manchmal darüber, dass es sich lohnt, doch noch einmal in die Bedienungsanleitung zu schauen. 😅
Und ganz ehrlich: Beim nächsten Mal weiß ich hoffentlich, dass ich mit dem Handrad anfangen sollte!
Mein Fazit: Ich bin happy mit meinen beiden TaTüTas und stolz, dass ich durchgezogen habe. Auch wenn aus „Ich nähe mal eben schnell zwei kleine Täschchen“ ein dreistündiges Abenteuer geworden ist. ❤️
Und jetzt seid ihr dran: Kennt ihr solche DIY-Momente auch? Ihr wollt nur kurz etwas machen und plötzlich läuft alles anders als geplant? Erzählt mir gerne davon. Dann fühle ich mich mit meiner Nähmaschinen-Odyssee nicht ganz so allein! 😂🧵
Die Anleitung zum Nachnähen
Du möchtest selbst ein TaTüTa nähen? Hier findest du die YouTube-Anleitung, an der ich mich orientiert habe:
TatüTa nähen | TaschentücherTasche nähen | Nähen mit Stoffresten | DIY Kajuete
Mit Hilfe von KI erstellt
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